SkatStart - Skat

Skat wird von 3 Personen (bei 4 oder 5 Teilnehmern müssen immer je eine, bez. zwei zusehen) mit einem Deutschen Blatt (32 Karten) gespielt. Jeder Spieler erhält 10 Karten und die beiden übrigen (der »Skat«) werden verdeckt weggelegt. Der „Alleinspieler“ der das sogenannte Reizen gewinnt, darf den Skat aufnehmen, 2 beliebige Karten „drücken“ und das Spiel „ansagen“. Er spielt allein gegen die beiden „Gegenspieler“.

Die am höchsten bewertet Farbe ist Kreuz, dann folgen Pik, Herz, karo. Jede Farbe hat 8 Karten, von denen das Daus (As) 11 Punkte, die Zehn 10, der König 4, der Ober (Dame) 3 und der Unter (Bube) 2, Neun, Acht und Sieben aber nichts zählen. Die Farbe, in der das Spiel gemeldet wird, ist Trumpf.

Der Alleinspieler muss mindestens 61 Augen machen, dann hat er gewonnen; bekommt er mehr als 89 (die Gegner weniger als 3 1), so sind die Gegner Schneider; bekommt er alle Stiche, so sind die Gegner Schwarz. Dasselbe gilt für den Spieler, wenn er verliert; bekommt er weniger als 31 Augen, so wird er Schneider etc.


Skatblatt

Skat wird mit einem Blatt aus 32 Karten gespielt. Man unterscheidet zwischen französischem Blatt und deutschem Blatt beziehungsweise bayerischem Blatt.
Das französische Blatt besteht aus den den vier Farben Kreuz (auch Treff, Eicheln oder trèfle genannt), Pik (auch Schippen, Schüppen, Grün oder pique genannt) , Herz (auch Rot, rouge oder cœur genannt) und Karo (auch Schellen, Eckstein oder carreau genannt) jeweils mit den Karten Sieben (0 Augen), Acht (0 Augen), Neun (0 Augen), Bube (2 Augen), Dame (3 Augen), König (4 Augen), Zehn (10 Augen) und Ass (11 Augen).

Anmerkung: Die Internationale Skatordnung verwendet die Bezeichnung Kreuz, diese ist in Deutschland gebräuchlich, in Österreich wird diese Farbe fast ausschließlich in Anlehnung an die französische Bezeichnung Treff genannt; das Kartensymbol stellt ein Kleeblatt (fr. Trèfle) dar.

Beim deutschen Blatt ersetzen die Unter die Buben und die Ober die Damen. Das Daus wird häufig Ass genannt, allerdings leitet sich der Name Daus von franz. deux ab, das Daus, Mehrzahl Däuser, war nämlich ursprünglich die Zwei und nicht die Eins; im Salzburger oder Einfachdeutschen Blatt hat sich dies noch erhalten.

Die anderen Karten bleiben gleich. Die Farben sind hier Eichel, Grün, Rot und Schellen die in dieser Reihenfolge Kreuz, Pik, Herz und Karo ersetzen.
In Ostdeutschland, Mitteldeutschland und Süddeutschland spielt man oft mit dem deutschen Blatt, in Norddeutschland hingegen mit dem Französischen Blatt. Des Weiteren existiert seit 1994 das Französische Blatt mit deutschen Farben, das auch als Vierfarbenblatt bezeichnet wird, als offizielles Turnierblatt des Deutschen Skatverbandes.

Im Normalfall gelten die Buben stets als höchste Trümpfe und gehören somit spieltechnisch keiner der vier Farben an. Es gilt die Rangfolge – von der niedrigsten zur höchsten Karte – Sieben, Acht, Neun, Bube, Dame, König, Zehn, Ass.

Einführung in das Skatspiel

Grundsätzlich wird Skat (v. altfranz. escarter [écarter], »weglegen«) mit 32 Karten gespielt. Bei Einsicht in eine Karte werden Sie feststellen, dass auf jeder einzelnen Karte vier verschiedene Zeichen immer wiederkehren, die auf jeweils 8 Karten verteilt sind. Jeder dieser 8 Karten, welche eine Gruppe bildet, nennt man Farbe. Die Gruppenbezeichnungen lauten wie bei jedem anderen Kartenspiel auch Kreuz, Pik, Herz und Karo. Dargestellt werden diese durch ein schwarzes Kleeblatt (Kreuz), eine schwarze Lanzenspitze (Pik), durch ein rotes Herz (Herz) und ein rotes Viereck (Karo). In dieser Reihenfolge dargestellt ist auch die Wertigkeit der Spielkarten selbst. Ein Kreuz-Ass ist dementsprechend stärker als ein Pik-Ass. Jeder dieser Farben bietet nun insgesamt 8 verschiedene Karten, welche einen Wert haben. Dies ist die Sieben, Acht, Neun, Zehn, Bube, Dame, König und das Ass. Die ersten vier Karten sind an Ihrer Zahl selbst, die auf die Karte gedruckt ist, zu erkennen. Alle anderen (Bube, Dame, König) sind Bildkarten, welche Personen darstellen, ausgenommen das Ass. Bei diesen Spielkarten ist auch ein B für Bube, D für Dame oder K für König aufgedruckt. Das Ass bietet nur in der Mitte eine farbige Bezeichnung und in den Kartenecken ein großes „A“.

Im Skatspiel gestaltet es sich nun so, dass jede Karte eine gewisse Wertigkeit hat. Dieses System müssen  Sie sich einprägen, um überhaupt Skat spielen zu können. Grundsätzlich haben die Spielkarten mit der Wertigkeit Sieben, Acht und Neun keine Wertigkeit. In der Praxis bezeichnet man diese als Luschen oder Leerkarten. Die Karte Zehn hat die Wertigkeit 10. Das zu den einfachen Dingen des Skats.

Nun wird es etwas schwieriger. Jeder Bube, den Sie halten hat die Wertigkeit 2. Jede Dame die Wertigkeit 3 und jeder König die Wertigkeit 4. Ein Ass hat die Wertigkeit 11. So ergeben alle 32 Spielkarten zusammen die Wertigkeit 120.

Hier nochmal eine vereinfachte Darstellung:

Ziel des Spiels ist es nun, möglichst viele Punkte zu bekommen. Wie viele Karten Sie bekommen hängt von der Variante ab, in der Sie spielen. Wichtig ist, dass Sie – um gewinnen zu können – den Gegner mit Ihren Punkten überbieten können.

Die Geschichte des Skats

Anfang des 19. Jahrhunderts nahm die Geschichte des Skats in Thüringen Ihren Lauf. In der thüringischen Stadt Altenburg wurde das Skatspiel zwischen den Jahren 1810 und 1817 entwickelt und aus verschiedenen Kartenspielen zusammengestellt. Die Hauptgrundlage des Skatspiels bat das „Dreiwendsch“, eine Variante des Wendischen Schafkopf. Das sogenannte Reizen beim Skat wurde durch das Spiel „L’hombre“, beziehungsweise „Deutsches Solo“ bekannt. Vom „Tarock“ das System der zwei weggelegten Karten.

Aus einer Spielabrechnung, welche im thüringischen Staatsarchiv aufbewahrt wurde tauchte am  4 September 1813 erstmals der Begriff „Scat“ auf. In den darauffolgenden Jahren verbreitete sich das Spiel vor allem unter Studenten der thüringischen und sächsischen Universitäten und wurde dadurch im gesamten deutschen Raum populär und fand deutlichen Anklang.

Das erste Regelbuch schrieb Friedrich Ludwig Hempel im Jahre 1848 bevor er starb. Dieses wurde zwar veröffentlicht, dennoch bildeten sich deutlich viele und immer weitere Varianten und Systeme, die das Skatspiel bis heute interessant gestalten.

Wenn dem Deutschen so recht wohl ums Herz ist, dann singt er nicht. Dann spielt er Skat. Kurt Tucholsky

Das Spiel zeigt den Charakter (deutsches Sprichwort)

Das Spiel ist die erste Poesie des Menschen (Jean Paul Levana)

Spielen ist eine Tätigkeit, die man gar nicht ernst genug nehmen kann. (Jacques-Yves Cousteau)

Solange der Mensch spielt, ist er frei. (Friedrich Sieburg Die Lust am Untergang 1954)

Ein Spielzeug gibt zuerst Genuss durch seine Erscheinung, und dann Heiterkeit durch seinen Gebrauch. (Jean Paul Levana)

Ein Spieler ist blind für das, was ein Kiebitz klar erkennt. (chinesisches Sprichwort)

Schnelle Rach' und jäher Zorn haben manch gut' Spiel verlorn. (deutsches Sprichwort)

Es ist bedauerlich, daß man den Kindern heute alles erleichtern will, nicht nur jedes Lernen, jede Aneignung von Kenntnissen, sondern selbst das Spiel, und die Spielsachen sollen dazu beitragen (F.M.Dostojewski, Tagebuch eines Schriftstellers)

Spiel ist notwendig zur Führung eines menschlichen Lebens. (Thomas von Aquin Summa theologica)

Statussymbole sind das Spielzeug der Erwachsenen. (Lothar Schmidt)

Wer nicht verlieren will, der spiele nicht. (deutsches Sprichwort)

Wenn alles auf dem Spiel steht, soll man keine neuen Möglichkeiten suchen, sondern die benutzen, die sich bieten (Francois de La Rochefoucauld, Reflexionen)

Zu wenig und zuviel ist des Teufels Spiel. (deutsches Sprichwort)

Der sogenannte Ernst des Lebens ist auch nur ein Spiel. (wenn's niemand anderer gesagt hat, sag's ich)

Wer dem Spiele zusieht, kann's am besten (deutsches Sprichwort)

Die Kindheit ist ein experimentelles Forschungsprogramm, in dem das Kind der Psychologe ist und wir Eltern die Laborratten.(Alison Gopnik: The Scientist in the Crib)